Zukunftsherausforderung Digitalisierung

"Digitalisierung, Globalisierung, Klimawandel und abnehmender gesellschaftlicher Zusammenhalt stellen uns vor zahlreiche Herausforderungen." Diesen Satz findet man im Sondierungspapier zur GroKo der CDU/CSU und SPD. In der Tat: Digitalisierung und Globalisierung sind große Zukunftsthemen, mit denen sich die Unternehmen in Deutschland auseinandersetzen müssen.

Kürzere Lieferzeiten, mehr Varianten, verkürzte Produktlebenszyklen, schnellere Entwicklungszeiten, transparente Prozesse, digitale Geschäftsmodelle – das sind Forderungen, die seitens des Marktes in einer globalen Umgebung an Unternehmen gestellt werden. Gerade an einem Standort, der nicht gerade zu den günstigsten der Welt gehört, sind innovative Lösungen gefragt, um diese Anforderungen meistern zu können. Die intelligente Nutzung digitaler Hilfsmittel ist der Zukunftsweg, denn nur mit digitaler Unterstützung können agile, schnelle und wettbewerbsfähige Prozesse wettbewerbsfähig realisiert werden. Das hat auch das Sondierungsgremium der GroKo erkannt… vermeintlich!

Halt: wer jetzt im Sondierungspapier eine klare Aussage und Stellungnahme zum Thema Digitalisierung sucht, wird enttäuscht: "Investitionen von Unternehmen in die Digitalisierung werden wir durch steuerliche Anreize unterstützen." Das ist alles! Keine weiteren konkreten Aussagen, keine Programmideen, keine klaren Stellungnahmen. Im Sondierungspapier wird das Thema "Connectivität", also der Netzausbau adressiert, der eigentliche Kern der Digitalisierung jedoch nicht. Von steigender Connectivität profitiert in erster Linie der Endnutzer. Der tatsächlich einzige relevante Satz für Unternehmen in Deutschland lautet: "Investitionen von Unternehmen in die Digitalisierung werden wir durch steuerliche Anreize unterstützen". Der Rest eröffnet lediglich Anbietern von digitalen Services einen neuen Markt. Etablierte Produktions- oder Logistikunternehmen haben von der Investition in Connectivität nichts bis wenig.  

Die Notwendigkeit zur Digitalisierung besteht jetzt – und zwar beim Rückgrat der deutschen Industrie, dem Mittelstand. Im Sondierungspapier ist davon jedoch nichts zu finden. Mit den Worten des Sozialwissenschaftlers Prof. Stefan Sell im Interview mit dem Deutschlandfunk: "man hätte sich deutlich visionärere Vorschläge erhofft".

Fazit: Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland sind auf sich selbst gestellt, um das Zukunftsthema Digitalisierung zu meistern! Auch bei einer neuen CDU/CSU/SPD-Regierung.

Wie können wir helfen?

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